Comic-artige Illustration zum Thema Dieselpest

Es ist die Pest!
– Glosse zur Dieselpest

Och nö, noch ein Text über Corona? Keine Bange, zur Abwechslung geht’s heute mal um ein automobiles Gebrechen: die Dieselpest.

Manchmal würde ich mich ja über ein wenig mehr Social Distancing auf der Autobahn freuen. Vor einem: freie Fahrt. Hinter einem: keine Drängler. Hach! Aber weil Autos sich vermeintlich nicht mit Viren und Bakterien anstecken können, ist vielen Fahrern der Mindestabstand bei Tempo 170 egal. 

Wenn die wüssten! 

Denn eine ansteckende Autokrankheit gibt’s tatsächlich: die Dieselpest. (Nein, gemeint ist nicht die stinkende Blechlawine, die allmorgendlich in die Stadt rein und abends wieder aus ihr herausrollt.) Die Dieselpest ist eine Autokrankheit, hervorgerufen von Mikroorganismen im Dieselkraftstoff. Meistens sind es Bakterien und Pilze, deren Namen schon Unheil vermuten lassen, etwa Pseudomonas aeruginosa oder Cladosporium resinae. Sowas will man nicht im Tank haben. Wenn doch, bildet sich im Sprit ein dickflüssiger Bioschlamm. Und dieser sorgt beim Motor schließlich für – sowas kann man sich nicht ausdenken – Verstopfung. In manchen Fällen ist die dann so hartnäckig, dass nicht mal eine Darmspül… haha, Pardon, Motorspülung hilft. Dann ist ein neuer Motor fällig. 

Also: Ein Schutz muss her. 

Aber welcher? Sagrotan in den Tank? Einen selbstgenähten Mundschutz vor den Kühlergrill? Große Automassen, wie im Autokino oder freitagnachmittags am Autobahnkreuz Köln- West, meiden? Nein. Zum Glück ist die Dieselpest hierzulande bei Autos eher selten. Wer seinen Wagen regelmäßig bewegt und nicht wochenlang mit vollem Tank stehenlässt, kann ruhig schlafen. Perfekt macht es, wer dann auch noch regelmäßig den Dieselkraftstoff- Filter vom Autodoktor in der Werkstatt tauschen lässt. Ansonsten müssen wir wohl warten, bis es endlich einen Impfstoff gegen die Dieselpest gibt. Herr Drosten, übernehmen Sie!

Marko Ramic

Marko Ramic

greift auf der Suche nach der Wahrheit auch mal in den Auspuff. 

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