Ein Auto mit vollem Tank ist nahezu autark. Aber wie kommt das zustande? Woher kommt der Strom? Und welche Probleme kann es in der Versorgung geben?
Überall wird Strom benötigt. Die Taschenlampe braucht Batterien, der Herd wird aus der Steckdose betrieben genauso wie die Kaffeemaschine. Schon erstaunlich, dass ein Auto (was keinen E-Antrieb hat) einfach ohne externe E-Versorgung funktioniert, anspringt und sogar noch unser Handy lädt. Dafür sorgen diverse Aggregate. Ein recht ausgeklügeltes System, was schon ewig besteht, aber auch Schwach- und Verschleißteile hat. Dabei ist das Ganze recht überschaubar. Welche es gibt und warum sie so wichtig sind, erklären wir Euch.
Keine Frage der Größe
Im Wesentlichen besteht das Stromsystem im Auto aus der Batterie, dem Generator (umgangssprachlich Lichtmaschine), dem Regler und einem Riemen.
Natürlich sind nicht alle Bauteile gleich und müssen fahrzeugspezifisch passen. So kann ein optisch kleiner Generator kann mehr leisten als ein großer.
Der Motor macht den Strom
Das System ist einfach. Sobald der Motor läuft, wird der Generator über einen Riemen mit angetrieben. Heute ist es der Keilrippenriemen, früher hieß er Keilriemen. Über die Kraft des Motors wird Strom im Generator erzeugt. Das ist vergleichbar mit einem Hamsterrad.
Der Regler regelt alles
Der Generator erzeugt den Strom, der zum einen das Stromnetz im Auto versorgt und auch die Batterie für den nächsten Start auflädt. Allerdings darf die Ladekapazität nicht überschritten werden. Dafür kommt ein Regler zum Einsatz. Ist dieser defekt, flackert das Licht, der Motor läuft unrund, manchmal spinnt das
Radio oder Navigationssystem. Der Regler kann entweder innerhalb oder außerhalb des Generators sitzen. Ist er mit verbaut, wird bei einem Defekt in der Regel das ganze Bauteil ersetzt.
Batterie ist nicht gleich Batterie
Bei älteren Fahrzeugen können Autobesitzer die Batterie selbst tauschen.
Wichtig beim Nachkauf: Die Volt- und Ampere-Zahl, die Pol-Verteilung und
Größe müssen passen. Trennt man ein moderneres Auto vom Strom, vergisst das
Steuergerät so einiges. Zum Beispiel, dass die Fensterheber hoch und runter gehen
müssen oder den Radio-Code. Wer die Batterie in einer Werkstatt tauschen lässt,
geht auf Nummer sicher. Denn dort wird geprüft, ob wirklich die Batterie schwach
ist, oder ob es eventuell an mangelndem Kontakt der Leitungen liegt. Sollte ein Austausch erforderlich sein, wird die Bord-Elektrik überbrückt und somit gewährleistet, dass alles beim Alten bleibt.
So kommt der Strom an
Weil die Spulen im Inneren des Generators leicht rötlich und verwirbelt sind, sage ich gerne: „Sieht aus wie ein Gehirn.“ Im Inneren dreht sich der Rotor (Läufer) in den Stator-Wicklungen. Das rote Magnetfeld des Rotors induziert eine elektrische Spannung in den Spulen. Kabel befördern den Strom dann zur Batterie und an das Stromnetz.
Der Generator arbeitet nicht unendlich
Besonders im Camping-Bereich werden gerne größere Batterien nachgerüstet. Ein guter Gedanke. Aber: Die Lichtmaschine produziert nur den nötigen Strom für die Hauptbatterie. Wer also einen größeren Stromspeicher einsetzt, benötigt auch einen größeren Generator oder Solar auf dem Dach.
Alte Batterien sind Geld wert
Alte Batterien sollten auf keinen Fall lange in der Garage oder im Keller gelagert werden. Durch die Säure können sie sich aufblähen, sogar platzen. Bei der Abgabe einer alten Batterie besteht ein Pfandwert von derzeit 7,50 Euro Tausch gegen einen neuen Stromspeicher. Ihr könnt aber auch alte Batterien kostenlos beim Wertstoff hof abgeben.
Batterie laden
Batterieladegeräte sind zwar teuer, lohnen sich aber für alle, die neben einem Alltagsfahrzeug noch weitere Autos oder Mopeds in der Garage haben. Bei der Auswahl ist die Ladefunktion der Bordspannung relevant. In der Regel liegt diese bei 12 Volt. Es können aber auch 6 oder 24 Volt sein. Wichtig ist auch ein Regenerierungs-Modus, oft auch Rekonditionierung, Repair-Mode oder Refresh-Funktion genannt. Damit könnt ihr (oft) schwache Batterien wiederbeleben.
Die Ladedauer kann hierbei sehr lange sein. Lohnt sich aber gegenüber der
Anschaff ung einer Neuen.



