Es gibt unterschiedliche Formen, in denen das Glas brechen kann.

Oh nein, ein Stein! –
Was tun bei einem Steinschlag?

Peng! macht es – und auf einmal ziert ein kleiner Splitter-Stern die Windschutzscheibe. Was tun bei einem Steinschlag?

„Am besten lässt man da den Profi ran: Der repariert so einen kleinen Steinschlag in kurzer Zeit und die Kosten übernimmt meistens die Versicherung“, sagt Anna Matuschek, Mechanikerin und Redakteurin bei motus. „So ein kleiner Krater ist erst einmal nicht schlimm, solange er nicht im Sichtfeld des Fahrers oder am Rand der Scheibe sitzt. Auch die Folie in der Scheibe darf nicht beschädigt sein. Trotzdem sollte man zeitnah etwas unternehmen, damit der Riss nicht weiterwächst. Denn dann muss man die Scheibe eventuell austauschen – und das ist teurer.“

Nicht jeder Steinschlag lässt sich reparieren.
Nicht jeder Steinschlag lässt sich reparieren. (Bild: Teroson)

Zahlt die Versicherung?

Bei Teilkasko übernimmt die Versicherung normalerweise die gesamten Reparaturkosten bei einem Steinschlag. Ist die Scheibe allerdings nicht mehr zu retten, wird die Selbstbeteiligung fällig, also meistens 150 Euro. Wer allerdings nur eine Haftpflicht-Versicherung auf sein Auto abgeschlossen hat, bleibt meist auf den Kosten sitzen – das sind etwa 100 Euro, wenn die Scheibe repariert werden kann. Muss eine neue her, wird es deutlich teurer. „Ein Scheibentausch kostet etwa zwischen 400 und 1.300 Euro – anhängig von Hersteller, Modell und den integrierten Funktionen“, sagt Anna.

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Was ist zu tun?

Hat es einmal eingeschlagen, sollte man die kaputte Stelle reinigen und von innen und außen abkleben, damit sie trocken bleibt und nicht verschmutzt. Denn dringen Feuchtigkeit und Dreck in die feinen Risse ein, können sie der Scheibe weiteren Schaden zufügen, besonders bei großen Temperaturschwankungen. Zum Abkleben am besten ein Scheibenpflaster verwenden. Wer keins dabei hat, dem hilft auch ein Streifen Tesafilm. Und dann möglichst bald zum Profi in die Werkstatt fahren. Der prüft, ob er die Scheibe ausbessern kann oder ob er sie austauschen muss.

Smart-Repair oder Austausch?

Bei vielen Schäden kann der Profi die Frontscheibe retten, doch bei manchen ist der komplette Austausch vorgeschrieben. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Steinschlag im Sichtfeld des Fahrers ist, denn dann gilt er als Sicherheitsrisiko. Die Frontscheibe stabilisiert außerdem die Karosserie. Ist der Schaden insgesamt größer als eine Zwei-Euro-Münze oder weniger als 10 Zentimeter vom Rand entfernt, kann sie diese Aufgabe eventuell nicht mehr erfüllen und eine neue muss her. Ist die Sicherheitsfolie in der Scheibe beschädigt, bedeutet das ebenfalls das Aus für die Windschutzscheibe.

Schon gewusst?

Durch Steinschlag werden in Deutschland pro Jahr mehr als zwei Millionen Autoverglasungen beschädigt. Damit sind Steinschlagschäden der mit Abstand häufigste Teilkaskoschaden.

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Nicht selbst Hand anlegen

„Von DIY-Scheibenreparatur-Kits sollte man die Finger lassen. Die bekommt man zwar schon vergleichsweise günstig im Internet. Doch das Ergebnis ist lange nicht so gut. Das Zeug ist nicht so einfach zu handhaben.“ Der Profi in der Werkstatt holt Schmutz und Feuchtigkeit mit einem Vakuum aus dem Krater und weiß genau, wie er mit dem speziellen Kunstharz umgehen muss – so sauber und schnell bekommt man das selbst nicht hin.

Annas Steinschlag-Checklist

  1. Die beschädigte Stelle vorsichtig reinigen und trocknen.
  2. Dann von innen und außen mit einem Scheibenpflaster abkleben, damit der Riss trocken und sauber bleibt. Zur Not tut es auch ein Streifen Tesafilm.
  3. Zeitnah zum Profi in die Werkstatt fahren – der prüft, ob er die Scheibe per Smart-Repair ausbessern kann oder ob er sie austauschen muss.
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