Mietwagen bedeuten Mobilität, doch in den Verträgen lauern oft versteckte Kosten. Von Versicherung bis Tankregelung: Mit diesen Tipps steht der (Urlaubs-)Fahrt nichts mehr im Wege. Bild: Adobe Stock/Brian Jackson

Mietwagen buchen:
Darauf kommt’s an

Mietwagen bedeuten Mobilität, doch in den Verträgen lauern oft versteckte Kosten. Von Versicherung bis Tankregelung: Mit diesen Tipps steht der (Urlaubs-)Fahrt nichts mehr im Wege. 

Koffer gepackt und ab auf die Straße: Beim Weg in den Urlaub ist in diesem Jahr für viele Deutsche das Auto das Transportmittel Nummer Eins. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung PwC. Zusätzlich zum eigenen Fahrzeug rollen dabei häufig auch Mietwagen über den Asphalt. Doch nicht nur in der Ferienzeit nutzen viele Menschen den Service von Autovermietungen. Ob für einen Ausflug in die Region, für eine größere Besorgung oder als spontaner Ersatzwagen – das Ziel ist immer gleich: Mobil, flexibel und unabhängig sein. Doch aufgepasst: Auch beim Anmieten von Leihwagen gibt es einige Dinge zu beachten. Ein Überblick:

Günstig bedeutet nicht immer gut

Ein gültiger Führerschein, ein aktueller Personalausweis und eine funktionierende Kreditkarte zur Absicherung der Kaution sind die wichtigsten Voraussetzungen. Dann kann es auch schon losgehen. Ob Vergleichsportal oder Vermieter-Website: Das Online-Angebot an Mietwagen ist riesig. Und die Buchung erfolgt meist schnell und unkompliziert. Ins Auge fallen dabei oft die sich häufig ändernden Preise. Günstig bedeutet jedoch nicht automatisch gut. Denn nicht selten verstecken sich hinter den vermeintlichen Schnäppchen weitere Mehrkosten. Mietwagen sind in verschiedene Fahrzeugkategorien eingeteilt. Und so haben Fahrzeugtyp und Fahrzeugklasse Einfluss auf den Mietpreis. Sonderausstattungen wie Klimaanlage oder Navi kosten meist extra, Gleiches gilt für bestimmte Tankregelungen, Kilometerleistungen oder spezielle Abholstationen. Auch ein zusätzlich eingetragener Fahrer kann für höhere Preise sorgen.

Bevor die Urlaubsfahrt mit dem Mietwagen starten kann, sind ein paar Dinge zu beachten. Bild: Adobe Stock/magdal3na
Bevor die Urlaubsfahrt mit dem Mietwagen starten kann, sind ein paar Dinge zu beachten. Bild: Adobe Stock/magdal3na

Auf Nummer sicher gehen

Augen auf, heißt es zudem bei der Wahl des Versicherungspaketes. Für die Versicherung von Schäden am Mietwagen empfiehlt der ADAC eine Vollkaskoversicherung mit Diebstahlschutz. Die Selbstbeteiligung sollte dabei möglichst gering sein. Dies kostet zwar einen Aufpreis, sorgt aber auch für mehr Gelassenheit bei möglichen Kratzern und Schrammen. Die Absicherung von Glas- und Reifenschäden ist ein weiterer wichtiger Punkt.

Unnötige Kosten sparen

Eine Haftpflichtversicherung mit mindestens der gesetzlichen Mindestdeckungssumme des Reiselandes ist im Normalfall im Mietpreis enthalten. Weil diese im Ausland oftmals unter dem deutschen Niveau liegt, bieten sich im Urlaub separate Versicherungen wie die sogenannte „Mallorca-Police“ an, die europaweit gilt. Tipp: Informiere dich, ob diese bereits in deiner Haftpflichtversicherung enthalten ist. So sparst du dir unnötige Kosten. Wem das nicht ausreicht, dem stehen weitere Zusatzversicherungen zur Auswahl: So kommt die Verkehrsrechtsschutzversicherung im Falle eines Rechtsstreits mit dem Autovermieter zum Einsatz. Eine private Unfallversicherung deckt selbstverschuldete Unfälle im Straßenverkehr ab. Die Reisegepäckversicherung zahlt bei Diebstahl, Raub oder möglichen Schäden durch äußere Einflüsse.

Es gibt viele Autovermietungen. Es lohnt sich, zu vergleichen. Bild: HERTZ
Es gibt viele Autovermietungen. Es lohnt sich, zu vergleichen. Bild: HERTZ

Ein letzter Check, dann geht’s los

Die Übernahme des Mietwagens findet normalerweise zu einer vorab ausgewählten Uhrzeit statt. Achtung: Die meisten Autovermietungen berechnen nach 24-Stunden-Tarifen. Das heißt: Bereits eine kurze Überschreitung der Mietzeit kann zu weiteren Kostenführen. Achte bei der Übernahme darauf, das Übergabeprotokoll gemeinsam mit dem Autovermieter sorgfältig auszufüllen. Kontrolliere das Fahrzeug innen und außen auf Schäden und achte besonders auf Tankanzeige und Kilometerstand! Geschafft? Dann steht deiner Tour mit dem Mietwagen nichts mehr im Wege. In diesem Sinne: Gute Fahrt.

Wir beantworten euch Fragen rund ums Thema Mietwagen buchen. Bild: Adobe Stock/pix4U
Wir beantworten euch Fragen rund ums Thema Mietwagen buchen. Bild: Adobe Stock/pix4U

Und nun gibt es noch fünf Antworten auf fünf oft gestellte Fragen zum Thema Mietwagen buchen: 

Was ist im Mietwagen erlaubt?

Zigarettenrauch bedeutet Geruchsbelästigung, weshalb bei den meisten Autovermietern das Rauchen im Wagen vertraglich verboten ist. Eine Erlaubnis des Autovermieters bedeutet jedoch noch lange keinen Freifahrschein: Im Falle von Schäden durch Brandlöcher haftet der Mieter. Gelten keine Sonderbestimmungen, dürfen Haustiere normalerweise mit ins Auto. Vergiss nicht, bei Bedarf den Fahrzeuginnenraum im Anschluss gründlich zu säubern. Koffer und Taschen sind im Mietwagen kein Problem, solange das Gepäck ordnungsgemäß gesichert ist. Achtung vor Dieben: Vor allem im Urlaub keine Wertgegenstände sichtbar im Auto zurücklassen!

Welche Tankregelungen gibt es? 

Die beste Tankregelung ist die „voll/voll“-Regelung. Dabei nimmst du den Mietwagen vollgetankt entgegen und bringst ihn ebenfalls voll betankt zurück. Die Regelung hat den Vorteil, dass nur der Sprit bezahlt werden muss, welcher auch wirklich verfahren wurde. Die Tankregelung „voll/leer“, bei der man die erste Tankfüllung vom Vermieter kauft, klingt auf den ersten Blick verlockend. Da aber in den seltensten Fällen der komplette Sprit verfahren wird, verschenkt man den Restbestand im Tank.

Was muss ich bei einem Unfall beachten? 

Wie bei jedem Verkehrsunfall gilt auch im Mietwagen: Warnblinkanlage einschalten, Unfallstelle absichern, Polizei informieren. Für das Ausland bietet der ADAC einen mehrsprachigen Unfallbericht für die Unfallbeteiligten sowie landesspezifische Merkblätter. In jedem Fall sollte die Autovermietung unmittelbar informiert werden. Ist der Mietwagen nicht mehr fahrtüchtig, kann man laut ADAC von der Autovermietung einen Ersatzwagen ohne Mehrkosten verlangen.

Muss ich den Mietwagen bei der Rückgabe säubern?

 Im Normalfall: nein. Starke Verschmutzungen sollten dennoch entfernt werden – ansonsten kann der Autovermieter die Reinigung nachträglich berechnen. Denke bei der Rückgabe deshalb immer an das Rückgabeprotokoll!

Gibt es mögliche Kosten nach der Rückgabe? 

Ob anschließende Betankung oder Reinigung: In den meisten Fällen kann die Kreditkarte für nachträgliche Extrakosten belastet werden – so steht es oftmals im Mietvertrag. Auch im Falle von Bußgeldern können zusätzliche Bearbeitungsgebühren anfallen. Sind die Forderungen unberechtigt, wende dich direkt an die Mietstation. Die Rückzahlung der Kaution kann oft ein paar Tage. Ist das Geld aber auch nach ein paar Wochen noch nicht auf deinem Konto, muss die Autovermietung zunächst schriftlich unter Fristsetzung zur Rückzahlung aufgefordert werden. Bringt das nichts, kann eine Schlichtungsstelle helfen.

Weitere Info findet ihr: 

https://www.bussgeld-info.de/mietwagen/

Und was ihr mit eurem Mietwagen alles erleben könnt, lest ihr hier: https://www.motusmagazin.de/unterwegs/usa-southwest-roadtrip/

Titelbild: Adobe Stock/Brian Jackson

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