Mehr Komfort im Auto:
Hot oder Schrott?

Das Auto dient nicht mehr nur als Fortbewegungsmittel, sondern ist für viele Menschen ein zweites „Wohnzimmer“ geworden. Und was macht ein Wohnzimmer aus? Gemütlichkeit! Ein paar Gadgets helfen dabei, den Komfort im Auto ganz einfach zu erhöhen.

Citroën hat 2016 mit dem Marktforschungsinstitut CSA die Umfrage „OUR LIVES IN CARS“ zum Alltag von Autofahrern gestartet. Demnach verbringen wir durchschnittlich vier Jahre und einen Monat unserer Lebenszeit im Auto. Diese Zeit sollte natürlich möglichst angenehm sein.

Wir essen, arbeiten und schlafen manchmal sogar im Auto. Vor allem bei Roadtrips nimmt der fahrbare Untersatz eine zentrale Rolle ein. Wer braucht denn noch eine Unterkunft, wenn er ein paar Komfort-Gadgets hat? Sie machen die Reise deutlich angenehmer. Wir haben acht Produkte für euch getestet.

Frische Luft schnappen

Eine frische Brise im Auto tut gut – insbesondere bei längeren Strecken, oder wenn mehrere Personen im Auto sitzen, kann es schnell mal stickig werden. Das Fenster zu öffnen, ist nicht immer eine Option. Mal ist es zu kalt, mal zu warm, oder es zieht bei höheren Geschwindigkeiten. Da kann ein Auto-Luftreiniger schnell Abhilfe schaffen. Der Ionisator von Forrader wird mit einem normalen Zigarettenanzünder betrieben. Ein tolles Tool und besonders nützlich für Allergiker und Raucher. Der Luftreiniger tötet nicht nur Schadstoffe und schädliche Viren und Bakterien ab, sondern neutralisiert auch Rauch, Pollen, Staub und Geruchspartikel effektiv. Dieses Produkt hat zwei Lüfterstufen. Er filtert schnell, ist kompakt und außerdem leise. Das edle Design mit dezenter Beleuchtung rundet das Tool ab. Alles in allem eine solide Technik. Natürlich solltet ihr trotzdem regelmäßig euer Auto lüften, doch ihr werdet merken, dass sich die Luftqualität enorm verbessert. Bei einem Preis von rund 27 Euro kann man nichts falsch machen.

Auf ein Schläfchen

Lange Autofahrten sind anstrengend, und Unterkünfte oft zu teuer für einen kurzen Zwischenstopp. Im Auto zu schlafen kann allerdings ziemlich unbequem sein – muss es aber nicht. Die Auto-Luftmatratze von QDH ist groß genug für zwei Personen und kann laut Hersteller bis zu 260 Kilogramm Gewicht tragen. Sie passt mit ihrer speziellen Passform mit drei Luftkammern in fast jedes Fahrzeug und ist im Handumdrehen mit der mitgelieferten elektrischen Pumpe aufgeblasen – diese wird an den Zigarettenanzünder angeschlossen. Einfach die Rückbank umklappen, die vorderen Sitze etwas nach vorne schieben, und die Luftmatratze reinlegen. Überraschenderweise ist sie tatsächlich bequem und durch die Wildlederoberfläche weich und sehr angenehm. Ein weiterer Vorteil: Die PVC-Unterseite ist wasserdicht und feuchtigkeitsbeständig und somit optimal auch für draußen geeignet. Kostenpunkt: 70 – 90 Euro und jeden Cent wert.

Kurze Pause, bevor die Luft raus ist

Wem die Luftmatratze fürs ganze Auto zu groß ist, der kann auf eine kleinere Variante für die Rückbank zurückgreifen. Die spezielle Auto-Matratze von Lescars hat extra breite Stützen für den Fußraum und trägt damit ein Gewicht von bis zu 300 Kilogramm. Als besonderes Goodie werden zwei Luftkissen mitgeliefert – diese erhöhen den Komfort. Auch hier wird eine elektrische Pumpe mit 12-Volt-Anschluss mitgeliefert. Doch direkt beim Aufblasen entweicht zügig Luft aus den Ventilen. Also heißt es: schnell zudrücken. Für eine gute Stabilität sollte die Liegefläche prall gefüllt sein. Zugegeben, viel Platz ist nicht und größere Menschen werden Probleme haben. Doch für ein bis zwei Nächte ist diese Luftmatratze definitiv komfortabler als die Rückbank an sich. Mit rund 40 Euro ist dieses Modell wesentlich günstiger als die große Luftmatratze, doch ehrlich gestanden auch weniger komfortabel. Kein Muss!

Kleines Produkt, große Stütze

Ein Gurt kann auf Dauer ganz schön einschneiden und stören, doch Abschnallen ist während der Fahrt keine Option. Das Gurtpolster von MIKAFEN kann da Abhilfe schaffen. Die weiche Samtoberfläche fühlt sich hochwertig und bequem an. Außerdem sorgt das Gurtkissen für zusätzlichen Schutz bei Unfällen und bei starken Bremsungen. Die Position des Gurtkissens kann mit einem Klettverschluss individuell bestimmt werden und ist somit für verschiedene Körpertypen – auch für Kinder – geeignet. Ob man ein Gurtkissen braucht? Nicht unbedingt. Aber es erhöht den Komfort zum kleinen Preis von circa 7 Euro und sieht auch noch schick aus. Warum also nicht?!

Koffeinkick gefällig?

Wer lange Auto fährt, kann müde werden. An jeder Raststätte einen Kaffee im Pappbecher zu kaufen, ist weder nachhaltig noch kostengünstig. Eine Thermosflasche oder -kanne hält nur bedingt warm und hat meist keine große Kapazität. Da wäre eine Kaffeemaschine, die unterwegs frischen Espresso zaubern kann, gerade richtig. Und die gibt es – explizit fürs Auto. Für Roadtrips ist die kleine, aber hochwertige Kaffeemaschine von Handpresso ein sehr nützliches Komfort-Gadget. Und ganz einfach zu bedienen: Das Gerät einfach an den 12-Volt-Stecker anschließen, Wasser hinzufügen, Nespresso-Kapsel einlegen und den Power-Knopf drücken. In weniger als zwei Minuten habt ihr leckeren, heißen Kaffee. Für rund 260 Euro ist das Schätzchen nicht gerade günstig, doch lohnt sich für Kaffeeliebhaber und Vielfahrer definitiv.

Heißes Teil und cooles Gadget

Die typische Kühlbox kennen wir alle – die darf auf langen Fahrten nicht fehlen. Doch kennt ihr auch schon das Multifunktionsgerät von KESSER? Dieses Prachtexemplar hat einen Heizbereich zwischen 55 und 65 Grad integriert, kann aber dennoch leistungsstark zwischen 4 und 8 Grad kühlen. Die 2in1-Minibar ist kompakt und hat dennoch ein Füllvolumen von 15 Litern. Durch herausnehmbare Böden könnt ihr euren Inhalt gut sortieren. Ein weiterer Pluspunkt: Die Box ist sehr leise. Durch die mitgelieferten AC 110V- und DC 12V-Netzteile könnt ihr die Kühl- und Thermobox- nicht nur im Auto, sondern auch an normalen Steckdosen anschließen. Für rund 90 Euro eine Investition, die sich definitiv lohnt.

Ordnung ist das halbe Leben

Kleinkram hat bestimmt jeder von uns im Auto, oder!? Doch meist mangelt es an Stauraum. Ein Organizer für den Rücksitz kann für etwas Ordnung sorgen – besonders mit Kindern an Board. Soweit die Theorie. In der Praxis sind die Fächer meist jedoch semi-optimal angeordnet und oftmals viel zu klein. So auch bei dem Exemplar von Newaner: Dabei mussten wir ganz schön quetschen, um eine handelsübliche Trinkflasche unterzubringen. Wirklich schön sieht das Ganze ehrlicherweise auch nicht aus. Und für den Vordermann ist die Applikation auf Dauer ungemütlich, da der Organizer mit Gurten am Vordersitz befestigt wird. Dabei liegt er auch nicht schön am Sitz an, sondern steht an allen Seiten ab. Für rund 9 Euro kein finanzieller Verlust, aber eben auch kein essenzieller Komfort-Gewinn. Keine Empfehlung.

Einmal durchkneten, bitte

Ein und dieselbe Sitzposition über mehrere Stunden zu halten, kann ganz schön anstrengend sein – vor allem für euren Rücken. Da würde ein bisschen Entspannung ganz guttun, beispielsweise durch eine Massage. Ihr habt keine Massagefunktion in eurem Auto? Kein Problem, durch eine Sitzauflage kann jedes Auto aufgewertet werden. Das Modell von COMFIER bietet zehn Vibrationsmotoren und drei integrierte Heizkissen, die den gesamten Rücken- und Sitzbereich verwöhnen. Mit fünf verschiedenen Modi könnt ihr Stärke und Programme individuell nach Belieben einstellen. Für 60 bis 70 Euro bekommt ihr einen großen Komfort, der sich wirklich lohnt. Insbesondere wenn ihr keine Sitzheizung habt, ist diese Massagesitzauflage ein doppelter Gewinn. Für kurze Strecken lohnt es sich allerdings wohl kaum.

Fazit

Man kann es sich also gut und gerne mal ein paar Tage im Auto gemütlich machen. Aber wir geben zu: Ein Hotel oder Ähnliches ersetzt es nicht. Wer zum Beispiel eine warme Dusche vermisst, sollte lieber nur ein bis zwei Nächte im fahrbaren Untersatz überbrücken. Doch einige tolle Gadgets können lange Fahrten um einiges gemütlicher machen und aufwerten. Eine kleine Investition kann sich komforttechnisch lohnen.

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2 Kommentare

  1. Ich bringe meinen alten Schrott immer zum Schrotthändler. So haben die Dinge nochmals Verwendung. Aber der Beitrag zeigt interessante Produkte, die ich gut finde.

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag über Autogadgets. Wahnsinn, dass es inzwischen sogar Matratzen für das Auto gibt. Ich sehe mich bald im Autohaus nach einem neuen Auto um und lege schon großen Wert auf eine gute Innenausstattung.

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