Barfüßige Frau bedient in gelben Flip-Flops die Pedale im Auto-Fußraum.

Lieber was Festes –
Schlappen-Risiko am Steuer

Heiße Sommertage verführen zur Fahrt im leichten Strandoutfit. Wer mit lockeren Flip-Flops auf die Pedale tritt, riskiert jedoch unbemerkt die Kontrolle über seinen Wagen. Fester Halt im Fußraum verhindert gefährliche Unfälle und schützt zuverlässig vor teurem Ärger.

Gefährliche Rutschpartien entstehen schnell. Wer mit Zehentrennern den Motor startet, unterschätzt das Risiko. Die lockeren Sohlen verhalten sich auf den Pedalen unberechenbar und verwandeln eure Fahrt rasch in einen gefährlichen Blindflug.

Unter dem Blech glüht die Gefahr

Katalysatoren von Benzinern und Dieseln erreichen schon nach kurzen Strecken Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius. Unter hoher Belastung klettert die Temperatur an der Abgasanlage sogar auf extrem heiße 800 Grad. Trockenes Pflanzenmaterial entzündet sich dagegen bereits ab rund 300 Grad. Die reine Wärmestrahlung des Unterbodens reicht bei ausgedörrtem Gras vollkommen aus. Unbefestigte, unebene Wege drücken hohes Gras oder trockene Äste oft direkt an die heißen Bauteile. Auch festgefressene oder stark geforderte Bremsen nach einer langen Bergabfahrt entwickeln eine gefährliche Hitze.

Rutschpartie am Pedal

Beim Autofahren entscheiden Sekundenbruchteile. Wer mit offenen Schlappen auf die Bremse tritt, verliert rasch den nötigen Grip. Die weichen Kunststoffsohlen biegen sich bei plötzlichem Druck durch oder verhaken sich unter den Pedalen. Als absolute NO-GOs gelten daher Flip-Flops, Clogs, Badeschlappen, High Heels sowie das reine Barfußfahren, da ohne feste Sohle der nötige Druck für eine Notbremsung fehlt. Die klaren GOs für eine sichere Fahrt sind geschlossene Halbschuhe, flache Sneaker oder dünne Sportschuhe mit rutschfester Sohle. Feste Sommerschuhe mit umschlossener Ferse garantieren eine optimale Kraftübertragung und halten euren Fuß genau dort, wo er hingehört.

Paragrafen und Teillast-Risiko

Die Straßenverkehrsordnung verbietet offenes Schuhwerk für Privatpersonen zwar nicht mit einem direkten Bußgeld. Der Gesetzgeber verlangt von euch jedoch stets eine sichere Fahrzeugführung. Kommt es wegen ungeeignetem Schuhwerk zum Unfall, werten Gerichte dies schnell als Verletzung der Sorgfaltspflicht und grobe Fahrlässigkeit. Während eure Haftpflicht den gegnerischen Schaden begleicht, verweigert die Kaskoversicherung für das eigene Auto in solchen Fällen oft die Leistung. Ein absolutes GO für die Praxis: Deponiert immer ein festes Paar Wechselschuhe hinter dem Fahrersitz oder im Kofferraum. Ein wichtiges NO-GO: Legt Wechselschuhe niemals lose in den Fahrerfußraum, da sie während der Fahrt unter die Pedale rollen und das Bremspedal blockieren können.

Titelbild: SP-X
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