Titelbild: Getty images/Vadven

Gutes Licht für
mehr Sicht

Was können Autofahrer für ein gutes Licht tun und welche Autolampen gibt es? Und wie unterscheiden sich Halogen, Xenon & Co? Eine Übersicht.

Nach einer stimmungsvollen Herbstwanderung ins Auto steigen und mit Sitzheizung den Heimweg antreten: Luxus für Autofahrer in der dunklen Jahreszeit. Doch kaum losgefahren, tut sich eine dicke Nebelwand auf und beschränkt die Sicht auf wenige Meter. Jetzt ist es besonders wichtig, dass die Autolampen korrekt eingestellt sind und maximale Sicht und Sicherheit bieten. Was können Autofahrer für ein optimales Licht tun und welche Autolampen gibt es?

Abblendlicht ist in Deutschland auf 60 bis 70 Meter Leuchtentfernung limitiert.

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Profis statt Armleuchter

Bevor Autobesitzer selbst an ihren Scheinwerfern herumbasteln, empfiehlt sich zum Herbstbeginn ein Routine-Licht-Check in der Werkstatt. Denn über den Sommer hat sich unter Umständen das Abblendlicht verstellt oder die Scheinwerferabdeckung hat was abbekommen. Die unterschiedlichen Lampen und Reflektoren im Scheinwerfer sind sehr präzise auf einen bestimmten Abstrahlwinkel eingestellt. Wenn der sich verändert – etwa durch einen kleinen Parkplatzrempler – blendet der Lichtkegel den Gegenverkehr. Eine Gefahrenquelle, die bei der Hauptuntersuchung sehr penibel kontrolliert wird.

Die haeufigsten Kfz-Maengel bei der HU. (Quelle: DEKRA)

Viele Wege zur Erleuchtung

Welche Lampe soll denn nun in mein Auto? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten.

In den meisten Autos sind noch Halogen-Lampen verbaut. Die strahlen im typischen leichten Gelbton und funktionieren wie eine klassische Glühlampe: Ein mit Halogen-Gas gefüllter Glaskolben beherbergt einen gewendelten Wolframdraht. Dieser wird bei Stromzufuhr erhitzt und strahlt Licht ab – in der Regel bis zu 140 Meter weit. Bei der Halogenlampe sparen heißt kurze Lebensdauer und mäßige oder fleckige Ausleuchtung der Straße. Gängige Modelle sind H7- oder die etwas haltbareren H9-Lampen.

Im Gegensatz zur Halogenlampe besitzen Xenon- und LED-Lampen ein eher bläuliches oder weißliches Licht und strahlen deutlich stärker – meist bis zu 240 Meter weit. Außerdem sind sie länger haltbar: Ein Xenon- oder LED-Licht muss im Normalfall höchstens einmal im gesamten Lebenszyklus des Autos getauscht werden. Wer sich einen Neuwagen konfiguriert, kann meist Xenon-Licht gegen Aufpreis dazu buchen. Statt einer Glühwendel hat die Lampe zwei Elektroden, zwischen denen mithilfe des Xenon-Gases und Hochspannung (20.000 Volt) ein Lichtbogen entsteht. Ein Spezialfall ist das Bi-Xenon-Licht: Bei ihm sind Abblend- und Fernlicht in einer Lampe verbaut.

Es gibt auch Laserlicht! Das strahlt bis zu 500 Meter weit, ist aber noch wenig gebräuchlich.

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LED sind Licht emittierende Dioden. Sie strahlen nahezu punktförmig Licht ab. Eine Kunststofflinse im Scheinwerfermodul sorgt für die Lichtverteilung vor dem Fahrzeug. LED sind noch platzsparender und energieeffizienter als das Xenon-Licht. Allerdings sind sie aktuell noch sehr teuer. Die Meinungen zur „besten“ Beleuchtungsform sind gespalten. Fakt ist: In Zukunft werden Xenon- und LED-Lampen verstärkt auf der Straße zu sehen sein.

Bei Fragen zum Autolicht und der Qualität der Lampen, fragen Sie einfach den Profi in der Werkstatt – der weiß Bescheid.

Tipp

Beidseitig Lampen wechseln! Das spart doppelten Aufwand: Denn fällt eine Seite aus, folgt erfahrungsgemäß kurz danach die andere. Außerdem checkt der Profi beim Austausch auch die richtige Einstellung – so bleibt die Leistung beider Seiten gleich und gut. Außerdem checkt der Profi beim Wechsel, ob die Lampe richtig eingestellt ist. So bleibt die Performance beider Seiten gleich und gut.

 

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