Assistenten,
die aufs Wort hören

„Hey Siri“, „Hallo Google“, „Hi Alexa“ – nahezu jeder hat bereits mindestens einen dieser Ausrufe verwendet, um eine Sprachassistenz zu aktivieren. Und die gibt es nicht nur im Smartphone, sondern auch im Auto.

Sprachassistenten dienen nicht nur der Bequemlichkeit. Sie sorgen auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Denn während der Fahrt können wir unserem Auto so einfach Befehle erteilen, ohne auf dem Touchscreen oder irgendwelchen Knöpfen herumzudrücken. Das lenkt schließlich vom Verkehr ab. Ob den Radiosender wechseln, ­jemanden anrufen oder sich zu einem Ziel navigieren lassen – eine Ansage an die Künstliche Intelligenz (KI) genügt. Vorausgesetzt die Sprachsteuerung funktioniert verlässlich. Doch das verbessert sich von Jahr zu Jahr. Ihr müsst euer Auto heutzutage nicht mehr anschreien, damit es euch richtig versteht. Meist begreift es auch im normalen Tonfall, was ihr von ihm wollt.

In modernen Autos sind oft bereits eigene Sprachsteuerungen des Herstellers verbaut. Bild: AdobeStock/Ethan L

Standardisierter Luxus

Besonders in vielen Neuwagenmodellen ist das virtuelle Gegenüber in Form einer Sprachassistenz mittlerweile Standard. Die Hersteller setzen dabei meist auf eigene Systeme. So ist in den neuen Fahrzeugmodellen von Mercedes serienmäßig das Infotainmentsystem „MBUX“ mit dem integrierten Sprachassistenten „Linguatronic“ verbaut. Dieser springt auf den Befehl „Hey Mercedes“ an. Das System lässt sich mit dem Smartphone verbinden, nutzt aber nicht dessen mobiles Internet. Die Fahrzeuge mit MBUX-System sind mit einem LTE-Modul samt integrierter SIM-Karte ausgerüstet. Die meisten Dienste funktionieren direkt über das LTE-Modul und setzen kein angeschlossenes Smartphone voraus.

Einfach und schnell ­aufrüsten

Der Komfort der KI ist auch in einem älteren Pkw durch Aufrüsten möglich – und das sogar relativ einfach und mit wenig Aufwand. Wer Amazons „Alexa“, Apples „Siri“ oder den „Google“ zur Sprachsteuerung nutzen will, braucht ein Smartphone und eine mobile Internetverbindung. Fahrzeugseitig benötigen die Systeme von Apple und Google jedoch ein geeignetes Infotainmentsystem mit „Apple Carplay“- oder „Android Auto“-Schnittstelle. Damit ist ein „Screen Mirroring“ möglich. Das heißt, eine vereinfachte Version des Smartphone-Betriebssystems wird auf das Armaturenbrett-Display des Autos übertragen. Dadurch sind einige Funktionen des Smartphones – mitunter die Sprachassistenz – über das Auto verfügbar. Hat die Bordtechnik die nötigen Voraussetzungen, können die Sprachassistenten einfach per USB-Kabel oder Bluetooth mit dem System des Autos verbunden werden. Ist kein geeignetes Infotainmentsystem vorhanden, sollte dies zuvor aufgerüstet werden. Alternativ lässt sich durch einen „Echo Auto“-Adapter von Amazon nahezu jedes Fahrzeug über einen 12-V Anschluss oder eine USB-Buchse mit der smarten Sprachsteuerung nachrüsten.

Umfangreiche Funktionen

Beim Aufrüsten muss euch bewusst sein, dass ihr auf die Fahrzeugfunktionen keinen oder nur eingeschränkten Zugriff über die Sprachsteuerung habt. Bei serienmäßigen Systemen sieht das ganz anders aus: Wer möglichst viele Funktionen ausschöpfen möchte, sollte auf die Technik der Fahrzeughersteller zurückgreifen. Diese bietet meist auch Sprachzugriff auf Klimaanlage, Fensterheber und Innenraumbeleuchtung. Neben den Standard-Bedienfunktionen gibt es viele weitere Features, die ihr mit eurer Stimme aktivieren könnt. Beispielsweise Nachrichten beantworten oder sogar Sprachnotizen über das Auto aufnehmen. Auch Termine im Kalender eintragen oder sogar Smart-Home-Geräte in der eigenen Wohnung aus der Ferne steuern sind praktische Optionen. Und die Technik wird sich stetig weiterentwickeln. Wer weiß, vielleicht kann unser Auto bald die Spülmaschine aus der Ferne einräumen. Praktisch wäre es ja. 

Unser Fazit

Sprachassistenten sind nicht nur eine großartige Spielerei, sondern wirklich praktisch. Allem voran gibt der ­Sicherheitsaspekt einen ausschlaggebenden Grund, um auf die KI zurückzugreifen. Die bereits vom Hersteller verbauten Systeme bieten einen großen Komfort durch ­umfangreiche Funktionen. Doch auch die günstigen Aufrüstmöglichkeiten sind eine gelungene Alternative
für die Basis-Funktionen.

Titelbild: AdobeStock/perfectlab
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