Ich prüfe, was der Peugeot 308 SW unter der Haube hat.

Peugeot 308 SW:
Sportlich auf Knopfdruck

Der Kombi Peugeot 308 SW kommt optisch sehr selbstbewusst daher. Ich entschließe mich nachzusehen, was das europäische „Auto des Jahres 2014“ tatsächlich unter der Haube hat.

Schau mir in die Augen Großer! Der Wagen grinst mich herausfordernd an und funkelt mit den Scheinwerfern. Sein perlmuttweißer Lack schillert im Licht der untergehenden Sonne. Ich lasse mich nicht zweimal bitten und steige ein. Das erste, was mir auffällt, ist der ungewöhnliche Blickwinkel aufs Armaturenbrett. Statt durch die Speiche des Lenkrads guckt man komplett darüber hinweg. Es ist verhältnismäßig klein und vermittelt dabei leichtes Handling und Sportlichkeit. Damit ich alles richtig im Blick habe, fahre ich den Sitz soweit hoch wie es geht – elektrisch natürlich. Das Lenkrad sieht von hier oben sogar noch etwas kleiner aus, aber der Ausblick ist perfekt: Nur die A-Säulen und der recht wuchtige Rückspiegel schränken die Rundumsicht etwas ein. Von innen macht der Peugeot 308 SW einiges her: Die Verkleidung aus gebürstetem Aluminium wirkt elegant und gleichzeitig sportlich, der mit dem gleichen Material bestückte Schaltknauf und die schwarzen Ledersitze ergänzen die schicke Inneneinrichtung perfekt.

Der Peugeot 308 SW im Test.
Der Peugeot 308 SW im Test.

Platz ohne Ende

Bevor ich losfahre, teste ich das Multimedia-System, das in der vorliegenden Topausstattung keine Wünsche offenlässt. Nach kurzer Zeit steht die Kopplung per Bluetooth. Der  integrierte Bildschirm mit Touchdisplay reagiert auf Fingerdruck zwar etwas schwerfällig, die Funktionen sind dafür gut strukturiert und intuitiv verständlich. Fast alles wird über diesen Bildschirm gesteuert, auf Armaturenbrett und  Mittelkonsole sind auffallend wenige Bedienelemente verbaut.

Ok, der 308 sieht rundum gut aus – aber hat er auch Power? Schließlich sind Kombis nicht unbedingt für ihre spritzige Fahrweise bekannt. Mal sehen, ob er sich auch auf der Straße behaupten kann. Dank Keyless-System bleibt der Schlüssel auch während der Fahrt in meiner Tasche, ich drücke nur auf den  Startknopf und schon geht’s los. Leise und komfortabel fährt er sich. In den  Kurven hält er mich fest, die Sitze geben guten Halt. Der Peugeot 308 SW ist stark – aber eben doch auch etwas schwerfällig: Bei einer Länge von fast 4,60 Metern und einem Gewicht von 1.550 Kilogramm muss der Zwei-Liter-Dieselmotor eine ganz ordentliche Masse in Bewegung setzen. Dafür hat man im Auto aber auch viel Platz: Der typische große Kombi-Kofferraum hält, was er verspricht und beim Rücksitztest lädt mich die Beinfreiheit zum Verweilen im Fond ein. Vielleicht kann ich mich aber auch nur schwer von der großartigen Aussicht aus dem Panorama-Dach lösen.

Gute Sicht nach oben
Gute Sicht nach oben

Push the Button

Gerade will ich ganz gemütlich den Rückweg antreten, als mir ein Knopf mit einem rot leuchtenden Licht in der Mittelkonsole auffällt. Ich beschließe: Rote Lippen soll man küssen und rote Knöpfe muss man drücken – also drücke ich den Knopf mit der verlockenden Aufschrift Sport. Die Anzeige auf dem Armaturenbrett wechselt, statt weiß ist jetzt rot die beherrschende Farbe. Der 308 will mir zeigen, was er kann: Der Motor dröhnt deutlich lauter und auf einmal zieht er auch viel besser. An der Ampel lasse ich alle stehen, während die Anzeige mir mit roten Balken etwas über Newtonmeter, Ladedruck und g-Kräfte sagen will, doch ich habe nur Augen für die Straße. Ich habe Spaß und genieße die sportliche Fahrt – so hatte ich mir das vorgestellt!
Der Kombi glänzt im Abendlicht.
Der Kombi glänzt im Abendlicht.

Mein Fazit

Er ist praktisch, komfortabel, stark, schick und auf Knopfdruck sogar sportlich – kurz, der Peugeot 308 SW lässt keinen meiner Wünsche offen. Fast bin ich neidisch.

Katharina Weik

Katharina Weik

Bilder: Hanna Würthwein
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