Ein Mild-Hybrid gewinnt beim Bremsen Energie. Die nutzt er, um das Auto ein wenig umweltfreundlicher zu machen.

Mild-Hybrid:
Wer bremst, gewinnt …

… und zwar: Energie. Die nutzt der Mild-Hybrid, um das Auto ein wenig umweltfreundlicher zu machen.

Hybride – kennst du einen, kennst du alle. Oder nicht? Als Otto-Normal-Fahrer hat man beim Thema Hybrid-Fahrzeug normalerweise die Plug-in-Variante im Kopf: Man steckt das Auto an die Ladestation und kann dann eine Zeit lang rein elektrisch fahren. Ist die Batterie leer, springt der Benzin- oder Dieselmotor ein. Eine andere Hybrid-Art ist der Mild-Hybrid: Er ist ein echtes Unterstützungswunder.

Hochspannung!

Der Mild-Hybrid greift dem Verbrennungsmotor in bestimmten Fahrsituationen unter die Arme, senkt so den Kraftstoffverbrauch und verbessert das Fahrerlebnis. Damit das gelingt, müssen mehrere Teile im Auto zusammenarbeiten: ein Verbrennungsmotor, ein Elektromotor, eine 48-Volt-Batterie und ein sogenannter DC/DC-Wandler. Der Verbrennungsmotor ist und bleibt die treibende Kraft des Autos. Aber er bekommt Unterstützung an die Seite: den Elektromotor. Der hat zwei Funktionen: Zum einen greift er dem Verbrennungsmotor in unterschiedlichen Situationen unter die Arme, etwa beim Anfahren oder beim kräftigen Beschleunigen. Zum anderen arbeitet er auch als Generator: Bremst der Autofahrer, gewinnt der Generator die Bremsenergie zurück. Diese Energie wird in einer Batterie gespeichert. Das ganze Hybrid-System läuft mit stolzen 48 Volt Spannung. Die Autoteile, die es zu unterstützen gilt, arbeiten allerdings nur mit 12 Volt. Nun kommt der DC/DC-Wandler ins Spiel: Er ist dazu da, um die hohe Spannung des Hybridsystems in die geringere Spannung des Fahrzeugs zu übersetzen.

Die CO2-Einsparung beträgt bis zu 20 Prozent; die elektromotorische Leistung liegt bei 6-14 kW/t.

Raum und Gewicht: XXS

Bei Mild-Hybriden ist alles etwas kleiner: Der Elektromotor muss nicht groß sein, da er ja nicht das komplette Auto antreibt, sondern nur seinen großen Verbrennungsbruder unterstützt. Und die Batterie muss nicht – wie etwa beim Plug-in-Hybrid – so viele Kraftreserven speichern, um das Auto kilometerweit zu tragen. Es reicht eine relativ kleine Batterie, die für kurze Kraftschübe ausgelegt ist. Damit sind Mild-Hybrid-Fahrzeuge deutlich leichter als andere Hybrid-Varianten. Weil die Teile kaum Bauraum brauchen und zudem kostengünstig sind, werden sie bei den Autoherstellern immer beliebter. Das ist zumindest ein kleines Plus für die Umwelt: Denn je nachdem, wie und wo man fährt, spart der Mild-Hybrid im Fahralltag bis zu 20 Prozent Sprit.

 

Titelbild: Audi AG
Im Kreis: Getty Images/photoman
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