In den Werken der Reifenhersteller herrscht Backstuben-Atmosphäre: Es wird gemischt, gerührt und „gebacken“, bis aus vielen Zutaten ein schwarzer Pneu entsteht. Ob Fahrrad-, Pkw-Winterreifen oder Airbus-Reifen – alle durchlaufen im Kern denselben Ablauf: Zuerst die Gummimischung, dann die Fertigung der Einzelteile, der eigentliche Aufbau, das Vulkanisieren und am Ende eine gründliche Qualitätskontrolle. Die wichtigsten Schritte in der Reifenproduktion…
1. Gummimischung / Verbundwerkstoff
Aus Naturkautschuk, synthetischem Kautschuk und den verschiedenen Füllstoffen wie Ruß, Kieselsäure und Kreide und Aditiven wie Schwefel, Weichmacher und chemische Verstärker entsteht ein Verbundstoff – der Grundstoff, der später den Reifen bildet.
2. Fertigung Einzelkomponenten
Der Verbundstoff , Stahldrähte und Corde werden in Mischern, Extrudern und Kalandern zu den einzelnen Reifenbestandteilen geformt und vermischt
3. Reifenbau
Alle Bestandteile werden mittels der Reifenbaumaschine zu einem Reifenrohling zusammengefügt. Dies erfolgt in zwei Phasen: zuerst die Karkasse und dann der Laufstreifen auch Gürtel genannt.
4. Vulkanisation
Hier erhält der Reifen seine endgültige Form und Elastizität, nachdem er eine bestimmte Zeit lang mit einem bestimmten Druck und einer bestimmten Temperatur vulkanisiert wurde.
4. Qualitätskontrolle
Mehrstufiger Prozess bestehend aus optischer Kontrolle, Röntgenuntersuchung und Überprüfung der Reifengleichförmigkeit. Anschließend erfolgt das Überführen ins Auslieferungslager.



