Ein Mann, der einen Eimer mit grüner Farbe über ein weißes Fahrzeug schüttet.

Grüner Fahren
mehr als Sprit sparen

Eine spritsparende Fahrweise hilft dabei die Umwelt zu schonen und Ressourcen effizienter einzusetzen. Doch da geht noch mehr! Teil zwei unseres Reihe „Grüner Fahren – mehr als Sprit sparen “ rückt weitere Maßnahmen ins Blickfeld, mit denen wir beim Autofahren etwas für die CO2-Bilanz tun können. Stichwort Carsharing und Werkstattservices…

Wer umweltfreundlicher mit dem Privat-Pkw unterwegs zu sein will, muss nicht gleich auf ein teures E-Auto umsteigen. Ein Umstieg der ganz anderen Art wäre das Carsharing. Dieses maximiert die Nutzungseffizienz eines Fahrzeugs, kann viele Autos ersetzen und hat großes Potenzial, Ressourcen zu schonen. Die Zahl der Carsharing-Fahrzeuge in Deutschland wächst kontinuierlich: Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich deren Zahl fast verdoppelt – von 20.200 Fahrzeugen im Jahr 2019 auf heute mehr als 43.000.

Doch nicht nur gewerbliche Anbieter bieten das Autoteilen an, auch private Carsharing-Modelle werden immer beliebter. Anbieter für das nachbarschaftliche Autoteilen sind etwa die Initiativen „#Hausflotte“ oder „snappCar“. Wenn die räumliche Nähe und das gegenseitige Vertrauen vorhanden sind, dann ist privates Carsharing ein Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit beim Grundbedürfnis nach individueller Mobilität.

Grüne Ideen an der Hebebühne

Ganz gleich, ob ein Elektroauto, das Flottenfahrzeug aus dem Carsharing-Pool oder der eigene Verbrenner Baujahr 2011: Irgendwann muss jedes Fahrzeug in die Werkstatt. Allerspätestens dann, wenn die Hauptuntersuchung ansteht und eine neue HU/AU-Plakette fällig wird. Wie ist es denn hier um das Thema Nachhaltigkeit bestellt? Wie nachhaltig sind Service und Wartung von Automobilen? Das wollte Automobilzulieferer Continental wissen und hat europaweit Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Werkstätten zum Thema Nachhaltigkeit befragt. „Beim Thema Nachhaltigkeit setzen Werkstätten in Deutschland vor allem auf die klassischen Maßnahmen Recycling, Abfallmanagement und Energiesparen“, sagt Enno Straten, Leiter des Geschäftssegments Automotive Aftermarket bei Continental. Ein Werkstattdach mit einer PV-Anlage oder eine durchdachte Mülltrennung sind ein gutes Indiz dafür, dass die Werkstatt sich des Themas Nachhaltigkeit angenommen hat.

Blick in eine Autowerkstatt mit drei Fahrzeugen – zwei befinden sich auf einer Hebebühne, darunter Werkstattwagen mit Werkzeugen. Ein Mitarbeiter läuft aus dem Bild.
Wie hält es meine Werkstatt mit dem Thema Nachhaltigkeit? Bild: AdobeStock/industrie- blick

Auch nachhaltigere Produkte werden immer wichtiger: Laut der Studie haben 80 Prozent der befragten Werkstätten bereits Erfahrungen mit nachhaltigen Produkten gemacht. Straten: „Für einen größeren Teil der Kunden spielt das Thema bei der Werkstattwahl eine wichtige Rolle. Eine klare Mehrheit möchte zu nachhaltigen Produkten beraten werden.“

Kreisläufer dank Wiederaufbereitung

Dass auch die Kreislaufwirtschaft in Werkstätten schon längst Einzug gehalten hat, wissen viele Werkstattkunden überhaupt nicht. Die Rede ist vom Remanufacturing (Wiederaufbereitung ) – kurz Reman. Kreislaufwirtschaft ist ein Produktions- und Verbrauchsansatz, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. Genau das tut Remanufacturing. Heute gehören Anlasser, Generatoren, Fahrzeugelektronik, Lichtmaschinen, Klimakompressoren, Bremssysteme, Einspritzsysteme, Lenkungspumpen, Antriebswellen und sogar Steuergeräte und E-Motoren zum Remanufacturing-Angebot der Markenhersteller.

Ein Werkstattmitarbeiter hält zwei Lichtmaschinen in seinen Händen: links eine wiederaufbereitete, die wie neu aussieht und rechts eine gebrauchte Lichtmaschine direkt nach dem Ausbau aus einem Fahrzeug.
Viel Umweltpotenzial: wiederaufbereitete Ersatzteile. Bild: BORG

Die Auswirkungen auf die Umwelt lassen sich beziffern: Remanufacturing spart zwischen 80 und 90 Prozent der Rohstoffe gegenüber Neuteilen ein. Hinzu kommen 40 bis 60 Prozent an CO2-Emissionen, die der Reman-Ansatz einspart. Werkstätten nutzen Reman-Ersatzteile regelmäßig, und die Hersteller und Aufbereiter der Ersatzteile garantieren eine vergleichbare oder sogar höhere Qualität als bei Neuteilen. Es kann also nicht schaden, seine Werkstatt beim nächsten Servicetermin auf Reman-Teile anzusprechen, denn sie leisten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Autoleben.

Wir haben es in der Hand – auch mit unserem Verbrenner Baujahr 2011 – einen Beitrag zu mehr Umweltschutz und Ressourcenschonung zu leisten. Eine ressourcenschonende Fahrweise, Mobilität auf das Notwendige beschränken und gegebenenfalls teilen, der Einsatz von effizienten und umweltschonenderen Verschleiß- und Ersatzteilen und ein Blick auf die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Werkstatt unseres Vertrauens – all das führt dazu, dass wir den CO2-Fußabdruck des Autos in unserer Garage senken und das Autoleben so nachhaltiger machen.

Dies ist Teil 2 unsere zweiteiligen Reihe zum Thema „Grüner Fahren – mehr als Sprit sparen“. Hier geht es zu Teil 1.

Titelbild: Generiert mit KI
Zurück zur Startseite

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen