Das Auto für das grüne Ego

Nachhaltigkeit ist längst mehr als nur ein Trend. Dieser macht auch vor der Automobilindustrie nicht halt: Elektroautos und andere alternative Antriebe werden immer beliebter. Doch wie nachhaltig kann ein Auto sein?

e.GO Life ist ein vollelektrischer Kleinstwagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 122 Stundenkilometern und einer Reichweite von 125 Kilometern. Das sind zwar keine überzeugenden Daten für Langstreckenpendler oder Familien, die mit dem Auto in den Urlaub fahren. Doch für die Mobilität in der Stadt ist der e.GO Life allemal ausreichend und mit einem Wendekreis von unter zehn Metern auch noch praktisch in engen Straßen oder bei der Parkplatzsuche. Aus der Menge an Automobilen sticht er durch das E-Autokonzept im Sinne der Kreislaufwirtschaf jedoch heraus.

Eine runde Sache

Das Besondere am Aachener Elektroauto der Next.e.GO Mobile SE ist der Circular Economy Ansatz. Circular Economy, oder auch Kreislaufwirtschaft, ist ein Wirtschaftsmodell, das weit über Recycling hinausgeht und damit einzigartig nachhaltig ist. In der Kreislaufwirtschaft sollen idealerweise alle Materialien wiederverwendet und so Ressourcen geschont werden. Also das Gegenteil zur heutigen Wegwerfwirtschaft. Leitplanken des Systems ist zum Beispiel „Refurbish“ (generalüberholen) oder „Reuse“ (wiederverwenden). Doch wie funktioniert das in der Fahrzeugindustrie?

Das Besondere am Aachener Elektroauto der Next.e.GO Mobile SE ist der Circular Economy Ansatz.
Das Besondere am Aachener Elektroauto der Next.e.GO Mobile SE ist der Circular Economy Ansatz.

Die Produktion – die Geburt

Solarpaneelen auf dem Dach e.GO-Fabrik versorgen die Produktion mit erneuerbarer Energie. So „die Geburt“ des e.GO Life bereits der erste Schritt zu Nachhaltigkeit. Dazu kommen kurze Wege zwischen Karosseriewerk und Fertigung, die nicht nur Kosten reduzieren, sondern auch jede Menge CO2 einsparen.

Die Karosserie – die Haut

Durch seinen Aluminiumrahmen ist der e.GO Life besonders robust, verwindungssteif (verdreht sich bei starker Krafteinwirkung nicht) und langlebig. Die Thermoplast-Außenhaut spart gegenüber einer Lackierung CO2. Dazu wird diese im Refurbishment-Prozess, also bei der Generalüberholung, mit geringem Aufwand ersetzt und so der Nutzungszyklus des Fahrzeugs verlängert. Genau das will die Kreislaufwirtschaft erreichen.

Der Motor – das Herz

Das Herz des e.Go Life ist ein leiser und vibrationsarmer Elektromotor von Bosch. Da er weniger Verschleißteile als ein Verbrennungsmotor hat, sind Wartungsaufwand geringer und Lebensdauer länger.

Die Batterie – die Lunge

Die im Unterboden verbaute Batterie ist mit ihrer Größe auf die Mobilität in der Stadt ausgelegt. Die im Lithium-Ionen-Akku eingesetzten Rohstoffe werden vollständig genutzt. Um die Öko-Bilanz des e.GO Life weiter zu verbessern, wird die Batterie nach ihrer Verwendung im Auto aufbereitet und bekommt ein zweites Leben als Speicher für Solarstromanlagen. Die Batterie wird also in einem ganz neuen Bereich wiederverwendet und so die Nutzung der eingesetzten Ressourcen maximiert. Das ist das Ziel der Kreislaufwirtschaft.

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Mit Blick in die Zukunft

Der e.GO Life ist wohl das nachhaltigste Elektroauto und noch dazu „Made in Germany“. Mit dem Konzept, beruhend auf der Kreislaufwirtschaft, hat der Hersteller Next.e.GO Mobile SE den großen Automobilherstellern in Puncto Nachhaltigkeit einiges voraus. Er zeigt wie sich die Industrie in Zukunft entwickeln kann, wenn ab 2035 keine Verbrenner mehr zugelassen werden sollen. Das Unternehmen plant, sowohl ein sportliches als auch ein auf Offroad getrimmtes Modell des e.GO Life auf den Markt zu bringen.

Bilder: Next e.GO Mobile
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