Das Autoradio mit Senderwechsel unter Rauschen

Autoradio: Der Ton
macht die Musik

Krrrrrr … Let the sun shine, let the … krrrrrr … währenddessen hat Kanzlerin Angela Merkel in Washington … krrrrrr … steht ein Blitzer auf Höhe der Raststätte … krrrrrr … und blicken auch heute wieder in die Technik-Chronik.
Thema diesmal: Das Autoradio.

1922

Eingeschaltet: Der 18-jährige Amerikaner George Forst – Präsident des Lane High School Radio Clubs in Chicago – baut kurzerhand ein Radiogerät in einen Ford-T-Modell ein. Das Autoradio war erfunden.

1932

Einmal um die halbe Welt: „Was die Amerikaner können, können wir schon lange“, denken sich die Entwickler von Blaupunkt und Bosch. Sie stellen das erste europäische Autoradio vor, das AS 5. Das Röhrengerät empfängt Mittel- und Langwellen, wiegt 15 Kilo und ist so groß, dass es in den Kofferraum verbannt wird. Zum Bedienen gibt es einen Schalter an der Lenksäule. Das Monstrum kostet ein kleines Vermögen, nämlich 465 Mark – rund ein Drittel des Kaufpreises eines damaligen Kleinwagens.

1949

Fest verbaut: Zum ersten Mal gelingt es der Firma Becker, das Empfangsteil des Autoradios in das Armaturenbrett einzubauen.

1953

Premieren mal zwei: UKW-Empfang und der automatische Sendersuchlauf werden entwickelt. Mit einem mechanischen Drucktastensystem ist nun der schnelle Wechsel von vorgegebenen Sendern möglich – bis das zum Standard wird im Autoradio vergehen allerdings noch viele Jahre.

1958

Hören, was man will: Philips integriert mit dem „Automignon“ den ersten Schallplattenspieler im Auto. Zehn Jahre später bringt das Unternehmen auch das erste Autoradio mit Kassettenlaufwerk auf den Markt.

1969

Ende der „Mono-Tonie“: Blaupunkt präsentiert mit „Frankfurt“ das erste Stereo-Autoradio der Welt.

1983

Es geht rund: Philips und Blaupunkt führen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin Prototypen eingebauter CD-Spieler vor. Zwei Jahre später kommt die erste Generation auf den Markt.

1988

Mehr zu sehen: Die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender führen das Radio Daten System (RDS) ein. Es blendet außer der Frequenz im Display auch den Sendernamen ein. RDS-Autoradios suchen automatisch die Frequenz mit dem klarsten Empfang für den gewählten Sender. RDS sendet außerdem auch dann Verkehrsmeldungen, wenn ein Programm ohne Verkehrsfunk eingestellt ist.

1993

Da geht’s lang: Philips testet das erste Navigationssystem für Kraftfahrzeuge Carin (Car Information and Navigation System). Beim Losfahren wird das Fahrziel angegeben, Carin errechnet dann den kürzesten Weg dorthin. Die Fahranweisungen werden mittels Sprach-Synthesizer, auf Bildschirmen oder auf Head-Up-Displays erteilt.

1997

Rundum Radio: Die Dolby-Laboratories revolutionieren die mobile Unterhaltungselektronik. Mit der ersten serienmäßig verbrauten Dolby-Surround-Anlage in einem Auto wird das Vehikel zum rollenden Konzertsaal.

2003

Wie im Kino: Grundig bringt mit dem CarCine ein Gerät auf den Markt, das außer Musik auch Filme abspielen kann. Viele Radios sind inzwischen multimedial und mit Navigationsmodul, Freisprecheinrichtung und Sprachsteuerung ausgestattet. Blaupunkt entwickelt außerdem das erste digitale Autoradio mit MP3-Funktion, Aufnahmetechnik und Bluetooth.

heute

Moderne Geräte sind Alleskönner. Autofahrer stellen sich das Programm nach ihren persönlichen Vorlieben zusammen. Ein Breitband-Internetanschluss macht Internetradio auch im Auto möglich.

 

Titelbild: franckreporter/E+/GettyImages

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