Schalten oder
schalten lassen?

Sowohl Automatik- als auch Schaltgetriebe haben ihre Vor- und Nachteile. Ob es sich mit Automatik besser fahren lässt, bietet Stoff für Diskussionen.

Pro

Neun Jahre lang fuhr ich ein Auto mit Schalt­getriebe – es hat Spaß gemacht. ­Nichtsdestotrotz bin ich auf Automatik umgestiegen und möchte diesen Komfort nicht mehr missen. Vor allem im Stau und Stadt
verkehr bin ich für diese Technik dankbar. Endlich nicht mehr ständig Ein- und Auskuppeln beim ­Stop-and-Go, Luxus! Ich bin entspannter beim Autofahren und fluche sogar seltener als damals – naja, zumindest weniger heftig. Den Mythos „Das Fahrerlebnis geht bei Auto­matik verloren“ halte ich für Unsinn. Heutzutage ist die Beschleunigung teils besser als bei einem Schaltwagen, und es lässt sich sportlich fahren. In vielen Fällen – wie bei meinem Baby – kann ich nach Lust und Laune dennoch weiterhin selbst schalten, aber muss es halt nicht. Ein Hoch auf die moderne ­Getriebetechnik.

Contra

Schon mal versucht, mit einem Automatik auf eisglatter Fahrbahn bergab zu bremsen? Bei meinem Schaltwagen wechsle ich einfach in den niedrigeren Gang. Der Tritt auf die Bremse entfällt und damit das mögliche Risiko, ins Schlingern zu kommen. Im schneereichen Schwarzwald zumindest ist das sehr hilfreich. Ja, ja, ich weiß: Bei so manchem Automatikfahrzeug lassen sich die Gänge manuell einstellen. Einfacher funktioniert’s aber eben beim Schaltgetriebe. Und überhaupt.

Titelbild: AdobeStock/A.N.Foto
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