2025 standen Autofahrende in Deutschland seltener im Stau – mussten dafür aber deutlich mehr Geduld mitbringen. Aktuelle ADAC-Daten belegen ein paradoxes Phänomen: Die reine Anzahl der Verkehrsstörungen sank, doch Dauer und Länge der Staus legten spürbar zu.
Die Zahl der registrierten Staus auf Autobahnen sank auf 496.000 (Vorjahr 516.000), gleichzeitig stiegen die Staustunden um rund sieben Prozent auf 478.000 Stunden. Insgesamt summierten sich die Staus so auf 866.000 Kilometer.
Die Hotspots & Rekorde:
- Spitzenreiter: Nordrhein-Westfalen bleibt mit 35 % aller Staustunden der unangefochtene Staumagnet, gefolgt von Bayern (13 %) und Baden-Württemberg (10 %).
- Aufsteiger: Besonders in Hamburg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hat die Belastung prozentual am stärksten angezogen.
- Kalender-Check: Der Juli war mit 50.000 Stunden der absolute Rekordmonat. Wer freie Fahrt suchte, wurde am ehesten am Wochenende fündig – mittwochs und donnerstags floss der Verkehr hingegen am zähesten. Einzelne Tage stachen besonders heraus: Der 9. Januar, 28. Mai und 2. Oktober waren besonders staureich.
Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Da die Sanierung maroder Autobahnbrücken weiterhin Priorität hat, rechnet der ADAC für das laufende Jahr mit einer moderaten Zunahme des Verkehrsaufkommens und weiteren Baustellen-Nadelöhren.



