Abstrakte digitale Silhouetten von vier Personen sitzen entspannt in einem futuristischen Autoinnenraum ohne Lenkrad.

Kauf-Check:
Autonome Technik unerwünscht

Milliarden fließen in selbstfahrende Autos, doch das Interesse am Markt stagniert. Eine aktuelle Studie von Berylls by AlixPartners zeigt nun eine gewaltige Lücke zwischen technischen Visionen und eurer tatsächlichen Kaufentscheidung auf.

Die Ergebnisse der Befragung von 8.000 potenziellen Käufern fallen ernüchternd aus. Während die Industrie Level-5-Systeme perfektioniert, fehlt auf Kundenseite die Bereitschaft, die enormen Aufpreise zu tragen. Die Wirtschaftlichkeit dieser Technik steht massiv auf der Kippe, da die finanziellen Vorstellungen der Hersteller und die Realität auf dem Automarkt kaum Schnittmengen aufweisen.

Massive Preiskluft

Die Hardware für vollautonome Fahrzeuge verursacht Kosten, die gängige Budgets sprengen. Laut Untersuchung kostet die Technik für Level 5 pro Fahrzeug zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Demgegenüber steht eine Zahlungsbereitschaft von im Schnitt lediglich 3.000 Euro. Dieser enorme Unterschied macht eine wirtschaftliche Serienfertigung für den Massenmarkt derzeit unmöglich.

Ausgeprägte Skepsis

In Deutschland und den USA stößt die Vision vom Roboter-Taxi auf wenig Gegenliebe. Nur etwa zehn Prozent der hiesigen Premiumkunden investieren nennenswerte Beträge in vollautomatisierte Systeme – in den USA sind es nur sieben Prozent. Lediglich in China zeigt sich mit rund einem Viertel der Befragten ein größeres Interesse. Diese regional gespaltene Nachfrage erschwert die Planung globaler Modelle erheblich.

Bevorzugte Assistenten

Statt kompletter Kontrolle durch den Computer steht punktuelle Unterstützung hoch im Kurs. Stolze 42 Prozent der Befragten halten einfache Assistenzsysteme wie den Abstandsregeltempomaten für absolut ausreichend. Diese Funktionen steigern euren Komfort, ohne das Budget zu sprengen. Damit bleibt das aktive Lenken wohl der Standard, während vollautonome Systeme vorerst ein exklusives Nischenprodukt bleiben.

Titelbild: VW
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