Jedes Jahr aufs Neue wirft die Versicherungswirtschaft die Regionalklassen-Lotterie an. Auf Basis der neusten Unfallstatistiken werden die Einstufungen der Kfz-Versicherung angepasst.
Für gut zehn Millionen Fahrzeuge ändert sich spätestens Anfang 2026 die Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Knapp 5,3 Millionen Halter könnten von einer günstigeren Einstufung profitieren, bei 5 Millionen weiteren führt eine höhere Klasse voraussichtlich zu höheren Beiträgen. Für rund 32 Millionen Autofahrer ändert sich nichts, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, der jedes Jahr die Regionalklassen auf Basis der Unfallstatistiken neu berechnet. Die Regionalklassen spiegeln die Schadenshäufigkeit im Zulassungsbezirk des Fahrzeugs wider. Wohnt man an einem Ort, an dem es oft kracht, steigt das Risiko, selbst in einen Unfall verwickelt zu werden. Dieses erhöhte Risiko reichen die Versicherungen an ihre Kunden weiter. Das gilt für die Haftpflicht- und die Kasko-Tarife. Die höchsten Einstufungen haben in der Regel Großstädte, weil dort am meisten Verkehr ist. Aber auch das dichtbesiedelte Flächenland Nordrhein-Westfalen hat überdurchschnittlich hohe Regionalklassen. Die geringsten Haftpflichtschäden entstehen im brandenburgischen Bezirk Elbe-Elster, er liegt um 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.



