25 Jahre
im Quadrat

QR-Codes begegnen uns heute im Alltag überall. Ihre ersten Einsätze hatten sie in der Autoindustrie.

QR-Codes sind Wegweiser ins Internet, Schlüssel für Tickets und Bezahlmethoden oder Zugang zum digitalen Impfzertifikat. Die Geschichte der schwarz-weißen Quadrate hat aber ganz woanders begonnen, sehr pragmatisch als Methode zur Identifikation von Bauteilen in Autofabriken. Auf diese Idee kam 1994 das japanische Unternehmen Denso Wave, eine Tochter des Zuliefererkonzerns Denso. Sie suchte nach einer besseren Lösung, Bauteile in der Produktion des Autobauers Toyota schnell und fehlerfrei zu identifizieren. Die klassischen Strichcodes waren dafür zu einfach gestrickt: Sie konnten nur wenige Ziffern speichern und mussten exakt und auf kurze Distanz zum Scanner ausgerichtet werden. Der neue „Quick Response Code“, von dem man sagt, das Entwicklungsteam habe sich für seine Form am asiatischen Brettspiel Go orientiert, konnte ein Vielfaches an Daten aufnehmen – ganze Texte, URLs oder Zahlenkolonnen – und ließ sich aus nahezu jedem Winkel in Sekundenschnelle lesen. Ihre Kombination aus Informationsgehalt und Tempo machte die QR-Methode zum perfekten Werkzeug für die automatisierte Fertigung. „Quick Response“, also schnelle Rückmeldung, kurz QR, bezog sich ursprünglich darauf, dass die QR-Scanner flotter arbeiteten als Strichcode-Leser.

VW schickt gelegentlich Erlkönige im QR-Look auf die Straße. Hinter dem QR-Code an den Seitentüren verbirgt sich dann Werbung für das neue Modell. Bild: VW

Im Jahr 2000, also vor 25 Jahren, nahm die internationale Normierungsorganisation ISO die QR-Codierung in ihre Standards auf. Von da an konnten alle Hersteller und Softwareentwickler auf das Verfahren zurückgreifen. Zunächst tauchte es der Logistik und im Handel auf, bald auch auf Werbeplakaten oder Flugtickets. Der weltweite Durchbruch kam dann mit dem Siegeszug der Smartphones. Sehr schnell wurden Apps entwickelt, die die eingebauten Kameras als Scanner nutzen. In seiner höchsten Auflösung mit 177 x 177 schwarzen oder weißen Modulen im zweidimensionalen Quadrat, kann QR etwa 4000 Buchstaben und Zahlen codieren. Meist wird eine niedrigere Auflösung gewählt, welche genügt, um eine URL zu codieren, die auf eine Website verlinkt.

Titelbild: AdobeStock/runrun2
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