Der Tacho zeigt eine Geschwindigkeit von 220 Stundenkilometern an.

Beim Tacho gilt:
Manchmal ist mehr weniger

Fotos können sündhaft teuer sein – vor allem dann, wenn sie einen unfreiwillig während der Fahrt ablichten. Wer geblitzt wird, stellt sich dabei oft die Frage: Wie viele Stundenkilometer packt der Tacho obendrauf?

Ein kleiner Trost für Geschwindigkeitssünder: Die Stundenkilometeranzeige im Auto ist nie präzise. Grund hierfür ist eine vor fünfzig Jahren verabschiedete Richtlinie auf EU-Ebene. Diese schreibt vor, dass das angezeigte Tempo nie unter der Realgeschwindigkeit liegen darf – und der Tacho im Zweifelsfall eine leicht erhöhte Geschwindigkeit anzeigen soll.

Die Sicherheitsreserve: 10 Prozent der Realgeschwindigkeit plus 4 km/h. Bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer zeigt der Tacho also bis zu 114 km/h an.

Das vom Tacho angezeigte Tempo ergibt sich wie folgt:

Formel zur Geschwindigkeitsermittlung. Die Geschwindigkeit ergibt sich wie folgt: Abrollumfang mal die Anzahl der Radumdrehungen geteilt durch den Faktor Zeit.
Formel zur Geschwindigkeitsermittlung.
Und hier ist beim Wert U noch Luft nach oben: Auch Faktoren wie Reifendruck, Profiltiefe oder die montierte Reifengröße beeinflussen die Genauigkeit. Hochmoderne Algorithmen könnten die Werte mithilfe von ABS, Reifendruck- und Beladungssensoren präzisieren, doch die Sicherheitsreserve bleibt fürs Erste bestehen.
Titelbild: Adobe Stock/daniiD 
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