Eine Parkscheibe auf dem Armaturenbrett.

Von Paris nach Kassel: Die Geschichte der Parkscheibe

Dauerparker sind kein modernes Phänomen. Um die raren Stellplätze in Kassels Innenstadt besser zu nutzen, griff ein Polizeipräsident vor 65 Jahren eine Idee aus Frankreich auf – und passte sie an deutsche Verhältnisse an. Was hat sich seitdem alles getan?

Die Vorgeschichte führt nach Paris: Im Jahre 1957 führte die Stadt die sogenannte „zone bleue“ ein. In blau markierten Kurzparkzonen mussten Autofahrer fortan ihre Ankunftszeit angeben, um kein Knöllchen zu riskieren. Eine ähnliche Variante wurde zwei Jahre später in Wien aufgegriffen – hier markierte die Scheibe jedoch nicht nur den Start, sondern auch die (auf eine Stunde begrenzte) Parkdauer.

65 Jahre Parkscheibe

Das deutsche Pendant stammt vom Kasseler Polizeipräsidenten Heinz Hille: Als Maßnahme gegen Dauerparker 1961 eingeführt, verbreitete sich die Parkscheibe schrittweise in weiteren Kommunen. Am 31. Mai 1979 beschlossen die Verkehrsminister der Europäischen Gemeinschaft eine einheitliche Parkscheibenregelung, die nur eine Zeitangabe vorsieht: die Ankunftszeit.

Kreativität unerwünscht

Wie eine (physische) Parkscheibe auszusehen hat, wurde zwei Jahre später klar geregelt: gleicher Blauton, weiße Skala, einheitliche Größe. Diese Vorgaben gelten bis heute strikt: Wer eine andersfarbige oder zu werbelastige Parkscheibe nutzt, riskiert ein Bußgeld – auch wenn die Zeit richtig eingestellt ist. Diese muss man übrigens auf eine halbe Stunde vordatieren: Wer also beispielsweise um 9.05 Uhr parkt, muss die Scheibe auf 9.30 Uhr stellen.

Weitere Tipps und Tricks rund um die Parkscheibe erfährst du hier:
https://www.motusmagazin.de/ratgeber/parkscheibe-richtig-nutzen/

Titelbild: Adobe Stock/ StockMediaSeller 
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