Die Produktion der Batterie zieht die CO2-Bilanz von E-Autos weniger nach unten als bisher angenommen.

Bessere CO2-Bilanz
für E-Autos

Die Produktion der Batterie verursacht viel CO2 und füllt so den potenziell umweltfreundlichen Elektroautos den ökologischen Rucksack. Laut einer Studie allerdings in geringerem Umfang als bisher angenommen.

Elektroautos und ihre Batterien sind umweltfreundlicher als gedacht. Bereits heute ist die CO2-Bilanz für E-Autos geringer als die von mit Diesel oder Benzin betriebenen Verbrennern. Das hat laut „Der Spiegel“ eine Studie der Technischen Universität Eindhoven im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion ergeben. Dabei wurden sowohl der CO2-Ausstoß während des Betriebs als auch die Emissionen im Zuge der Produktion berücksichtigt. 

Bessere Bilanz 

Das Ergebnis: Elektroautos schneiden viel besser ab, als vorangegangene Untersuchungen behauptet haben. Grund dafür ist zum einen der steigenden Öko-Stromanteil, der den CO2-Ausstoß in Deutschland senkt. Zum anderen sorgt die verbesserte Akku-Produktion und neue Erkenntnisse über die Lebensdauer von Batterien für eine bessere Klimabilanz als bisher gedacht. Beispielsweise stößt laut der Studie ein Tesla Model 3 etwa 91 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer aus – 65 Prozent weniger als bei einem Mercedes C 220d mit 260 Gramm. Das bedeutet, das Elektroauto holt den CO2-Rückstand aus der aufwendigen Produktion („Ökologischer Rucksack“) schon nach 30.000 Kilometern auf – deutlich schneller als bisher zu vermuten war. 

Elektro schlägt Hybrid 

Ähnlich verhält es sich der Studie zufolge bei kleineren E-Fahrzeugen. Auch sie stehen sehr gut da: Sogar im Vergleich zu einem sparsamen Hybridauto schneiden sie deutlich besser ab. Zum Beispiel stößt ein VW E-Golf 78 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Das sind 54 Prozent weniger als bei einem Toyota Prius Hybrid, der auf 168 Gramm kommt. Der E-Golf hat seinen CO2-Rucksack damit schon nach 28.000 Kilometern wieder herausgefahren. 

CO2 im Gepäck 

Mit jedem Elektroauto untrennbar verbunden ist der sogenannte „Ökologische Rucksack“. Lädt man Ökostrom, fährt man zwar theoretisch sofort klimaneutral – wenn man die Batterieproduktion außer Acht lässt. Bisher ist man davon ausgegangen, ein Elektroauto müsse etwa vier bis sechs Jahre mit reinem Ökostrom fahren, um den Rucksack wieder wettzumachen. Und erst nach dieser Strecke tue man mit einem E-Auto auch wirklich etwas für die Umwelt. Doch dank mehr Ökostrom, verbesserten Batterien und einer – hoffentlich – genaueren Berechnung, stehen die E-Autos mit ihrer CO2-Bilanz noch deutlich besser da, als erwartet.

Titelbild: VW
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2 Kommentare

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