Dachantenne

Alleskönner
Antenne

Antennen am Auto werden optisch immer unauffälliger. Und dennoch werden ihre Funktionen immer zahlreicher.

Klare Minderheit fordert Verschärfung

Nur zwei Prozent möchten die aktuell erlaubte Übernachtung ganz streichen, vier Prozent sprechen sich für ein generelles Parkverbot für Wohnmobile im öffentlichen Raum aus. Diese Position ist zwar deutlich in der Minderheit, zeigt aber, dass der öffentliche Raum nicht von allen als geeigneter Campingort gesehen wird.

Es gab Zeiten, da hatten Autos etwa einen Meter lange, metallisch glänzende Teleskopantennen, die ihren Platz auf den vorderen oder hinteren Kotflügeln hatten. Liegt das vielleicht Jahrhunderte zurück? Nicht ganz, doch Jahrzehnte sind seither vergangen. In diesen Zeiten war das Autoradio die einzige kommunikative Verbindung zur Außenwelt, und guten Radioempfang hatte man nur, wenn man die Antenne ganz auszog. Stellte man das Auto ab, drückte man die Antenne am besten wieder in ihre Halterung zurück, damit nicht ein übermütiges Kind oder ein missmutiger Nachbar auf die Idee kam, sie abzuknicken. Fast schon magisch wirkte in den 1970er-Jahren die Innovation, die Antenne auf Knopfdruck elektrisch aus- oder einzufahren.

Eine für alles: Radio, GPS, Mobilfunk

Diesen Knopf braucht es heute nicht mehr, denn Antennen sehen ganz anders aus und können viel mehr. Müssen sie auch, denn sie empfangen neben UKW-Radiowellen auch Mobilfunk- und GPS-Signale. Je nach Fahrzeugausstattung verarbeiten sie außerdem Signale für digitalen Radioempfang oder stellen über WLAN die Netzanbindung an die Außenwelt her. Damit sie dieses Multitasking erledigen können, ist eine Position auf dem Fahrzeugdach ideal. Sie erlaubt einen Rundum-Empfang, und störende Impulse aus der Bordelektronik sind möglichst weit entfernt.

Auto mit Antenne
Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: die klassische UKW-Teleskopantenne. Bild: AdobeStock/Josh Bryan

Für Antennen, die auf dem hinteren Drittel des Autodachs ihren Platz finden, hat sich eine Bauform eingebürgert, die optisch an die Rückenflosse eines Baby-Hais erinnert. Das sieht recht schnittig aus, hat gewiss auch aerodynamische Vorteile, und die schmalen, nicht sehr hohen Gehäuse genügen, um sämtliche Empfangsmodule in ihnen unterzubekommen. Technisch ist die Position auf dem Dach mittlerweile nicht einmal mehr zwingend notwendig. Bei Roadstern, Cabrios und überhaupt allen Designer-Autos, denen ein sichtbares Antennengehäuse die schicke Form verhageln würde, verstecken die Ingenieure die Antennen mittlerweile in Spiegelgehäusen oder Stoßfängern. Auch in Front- oder Heckscheiben integrierte Antennen sind gangbare Lösungen.

Der Funktionsumfang wächst weiter

Ob als Flosse sichtbar oder elegant aus dem Blickfeld genommen: Das Arbeitspensum von Antennen wird in Zukunft noch wachsen. Mit dem Ausbau des Mobilfunkstandards 5G (an 6 G wird bereits gearbeitet), der geplanten Kommunikation zwischen Fahrzeugen (Car-to-Car) und mit der Verkehrsinfrastruktur (Car-to-X) steigen die Ansprüche an Bandbreite und Signalstabilität im Mobilitätssektor. Und falls autonomen Fahrzeugen tatsächlich die Zukunft gehört – ohne leistungsstarke Antennen für die absolut präzise GPS-Positionsbestimmung sind sie nicht realisierbar.

Titelbild: AdobeStock/svetlichniy_igor
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